Fortuna und das Glück

Nachdem wir in Dénia auf dem Campingplatz und in Altea wild am Meer gestanden hatten, haben wir uns auf die Suche nach einem Stellplatz mit Strom und Internet gemacht. Mit Eddy kann man leider höchstens drei Tage ohne Strom stehen, dann geht weder das Licht noch die Klospülung. Das ist echt ein Umstand, den wir nur zu gerne ändern würden. Es ist wirklich einschränkend von einer Steckdose abhängig zu sein.

Der erste Stellplatz – Camperpark Costa Blanca in 03580 L’Alfàs del Pi – vom Meer ca. 3 km entfernt, hat uns auf Anhieb zum Umdrehen gebracht. Dicht an Dicht stehen dort die Wohnmobile. Da es noch früh am Tag war, haben wir uns das wirklich erspart.

Unser Weg führte uns weiter die N332 entlang bis nach Alicante. Auch der dortige Stellplatz war für uns der Inbegriff von Kuschelcamping. Jedes Mobil hatte ungefähr 3 Meter zur Verfügung, inklusive Wohnmobil. Kein Strauch und kein Bäumchen zierte den Platz, überall nur weißer Kies. Auch hier haben wir uns schleunigst aus dem Kieselstaub gemacht.

Unsere nächste Anlaufstelle führte uns leider wieder etwas weiter vom Meer weg. In Fortuna und in Yecla, beides in Murcia, haben wir nämlich Verabredungen. Wir suchten uns deshalb den Campingplatz in Baños de Fortuna aus und fuhren weitere 90 Kilometer dorthin.

Dort fühlten wir uns endlich wohl. Wir wurden vom Personal freundlich aufgenommen, der Platz war ordentlich und schön angelegt und genug Platz war auch vorhanden. Beim Einparken beobachtete uns bereits ein Mann, der uns freudig begrüßte und uns bereits von unserem Blog her erkannte. Das war ein wahnsinnig tolles Gefühl!

In dem platzeigenen Pool hatte Alina bei 36° Wassertemperatur den ganzen Tag puren Spaß. Zwei Tage verbrachten wir dort, bis wir dann unser großes Los gezogen hatten.

3 Tage lang waren wir zu Gast auf einem wunderschönen Anwesen bei einer Bekannten aus Deutschland. Hier hatten wir Strom, die Hunde konnten auf ungefähr 6000 m² Grundstück den ganzen Tag nach Lust und Laune frei laufen und wir durften den Garten, die Waschmaschine, die Sanitäranlage und die Aussenküche nach Belieben mit benutzen. Dafür halfen wir bei der Mandel- und Olivenernte, zupften den ganzen Tag irgendwelches Unkraut und es gab immer etwas zu fegen!

Die Abende verbrachten wir bei Kaminfeuer im Haus – einfach traumhaft. Unsere Gastgeberin war sehr herzlich und bemühte sich wirklich, uns einen angenehmen Aufenthalt zu bereiten. Alina half ebenfalls wo sie kann, ob beim Essen machen oder der Gartenarbeit. Da unsere Gastgeberin Lehrerin war, konnten wir diese Aufgabe ein bisschen abgeben, was für uns alle dann doch eine schöne Abwechslung war.

Für uns war es eine tolle Zeit. Am besten hat es allerdings wahrscheinlich den Hunden gefallen. Schon lange waren sie nicht mehr so entspannt und ausgepowert. Wir haben gemerkt, dass die Reise für die Hunde bisher nicht genau so erfüllend war, wie für uns. Die dringend gebrauchte Auslastung haben wir ihnen leider nicht in dem Maß gegeben, die sie gebraucht hätten. Am Samstag war der einzige Tag, an dem sie nicht frei laufen konnten, was da dann leider alles passierte, kannst du hier nachlesen. Als wir dann gefahren sind, war es schon ein doofes Gefühl, ihnen diese Freiheit wahrscheinlich nicht so schnell wieder bieten zu können. Deshalb werden wir uns die größte Mühe geben, sie auch, oder gerade, im Reisealltag zu fordern, mit ihnen zu arbeiten und sie einfach noch mehr auszulasten. Meistens ist es nämlich doch unsere Angst gewesen, die uns daran hinderte, sie auch wirklich mal frei laufen zu lassen.

Wir fuhren zurück zum Campingplatz La Fuente und durften nach einem netten Gespräch, am Dienstag unseren Stand aufbauen. Alina konnte wieder den ganzen Tag bei 36° im Thermenbad plantschen und wir haben gearbeitet. Auch wenn wir keine Einnahmen hatten und eher eine nette Dekoration waren, haben wir neuen Mut bekommen und sind zuversichtlich, dass es klappen wird, unsere Ware auf weiteren Campingplätzen anzubieten. Die Gäste haben sich übrigens sichtlich über die Abwechslung auf dem Platz gefreut. Wenn ihr also eine Idee habt, auf welchem Platz wir unbedingt einmal kommen müssen, schreibt uns gerne an!

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Heute sind wir wieder in Aufbruchstimmung, für uns geht es jetzt weiter zur Finca-Caravana nach Yecla. Von dort haben wir schon viel gehört und freuen uns darauf, viele liebe Menschen kennenzulernen und Zeenats Geburtstag am Wochenende zu feiern! Vielleicht bist du ja sogar gerade in der Nähe und kommst auf ein Gläschen Sekt?

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2 Kommentare

  1. Tönt toll und wir freuen uns auch schon auf Spanien.. wird bei uns aber Januar. Dafür haben wir hier in Kroatien, die letzten paar Tage auf der Insel Krk in Baska kein Kuschelcamp.. auf dem kleinen, gemütlichen Campingplatz stehen wir total alleine, Strand und Einkaufs/Fressmeile ist menschenleer. Aber auch etwas kühler als bei euch! Vielleicht sehn wir uns ja auch mal.
    Wir leben übrigens nun einen Monat in unserer Monschterburg, haben das Haus verkauft und noch keine Sekunde bereut.
    Liebi Grüessli Lisigi , die 7 wilden

    • Hallo Ihr 7 Wilden,
      Kroatien könnten wir uns auch noch mal vorstellen. Echt toll, dass Ihr auch im Wohnmobil lebt.. ist doch echt eine tolle Sache :-). Ich drücke schon mal die Daumen, dass dann nächstes Jahr ein Treffen klappt. Noch eine Frage: wieso 7 wilde?
      Liebe Grüße
      Zeenat, Ute und Alina

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