Ein Grund zum Bleiben

Die letzten Tage und Wochen haben uns, wie ihr wisst, auf eine harte Probe gestellt. Wir haben unzählige Stunden mit gemeinsamen Gesprächen verbracht und fieberhaft nach Lösungen gesucht und versucht, dem Grund unseres (mittlerweile) unfreiwilligen Daueraufenthaltes in Torrox auf die Spur zu kommen.

Bei einem dieser langen Gespräche, äußerte Alina den Wunsch, wieder in die Schule zu gehen. Und zwar hier in Torrox in die gleiche Schule, in die auch ihre Freunde gehen. Für uns kam dies ziemlich überraschend, Alina hingegen hatte sich diesen Plan bereits gut überlegt. Da war also einer dieser Gründe, weshalb wir immer noch in Torrox sind. Wir hatten also zu akzeptieren, dass wir noch länger in Torrox bleiben als geplant und entschieden uns, bis zu den Sommerferien hier zu bleiben.

Uns wurde allerdings wenig Mut gemacht, sie so kurzfristig mitten im Schuljahr an ihrer Wunschschule anzumelden. Aber sie wollte keine andere und auch uns war es nur recht, wenn sie wenigstens schon ein paar Kinder dort kennt. Wir haben uns, zusammen mit einem guten, spanisch sprechenden Bekannten dann am Montagmorgen auf zur bilingualen Schule in Torrox gemacht. Hier in Spanien geht die Grundschule von der 1. bis zur 6. Klasse. Erst ab der 7. Klasse kommen sie dann auf die weiterführende Schule, die einer Gesamtschule gleicht. Und tatsächlich wollten sie Alina aufnehmen, wir bekamen direkt die Anmeldezettel mit und sollten sie am nächsten Tag wieder abgeben. Zusammen mit einer Kopie ihres letzten Zeugnisses, unserer Pässe und Zeenats NIE.

Am Dienstag gaben wir die gesammelten Unterlagen wieder ab und trauten unseren Ohren kaum – sie sollte schon am nächsten Morgen mit dem Schulbus von Torrox Costa zur Schule fahren. Ihr könnt euch kaum vorstellen, wie sehr wir uns darüber gefreut haben. Vor allem Alina war sehr glücklich darüber, was uns noch doppelt so sehr freute. Am Mittag kam leider der Anruf der Sekretärin, dass sie erst einen Tag später kommen könnte, da der Computer nicht funktionierte für die Immatrikulation. Aber diesen einen Tag sollten wir auch noch überstehen.

Alina stieg nach ihrem ersten Schultag mit einem breiten Grinsen aus dem Bus. Es war einfach wundervoll das zu sehen. Nach ihrem bisherigen Schulleben, welches geprägt war von Unlust und regelrechter Verweigerung.

Die Menschen werden Menschen, wenn die Schulen es sich angelegen sein lassen, Menschen auszubilden, die an Geist weise, in ihren Handlungen geschickt und von Herzen fromm sind.

Johannes Amos Comenius
(1592 – 1670), tschechischer Theologe und Pädagoge

Auch auf unserem Platz fühlen wir uns allmählich wohler. Die Angst wegen den Hunden ist immer noch da, aber sonst haben wir alles was wir brauchen und haben uns gut arrangiert.

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2 Kommentare

  1. Hallo Ute,
    wir suchen gerade den Grund warum wir immer noch in BRD feststecken, lach.
    Wir freuen uns das Alina jetzt den Wunsch hatte zur Schule zu gehen und das es auch alles so reibungslos geklappt hat.
    Es ist vollkommen normal im D-System das sich Widerstand in einem Kind bildet, hier an diesem ekelhaften Schulsystem teilzunehmen. Fritz Riemann (für mich einer der besten Psychologen schreibt in seinem Buch (die vier Grundängste):
    Wenn wir es nicht besser wüssten, möge man uns verzeihen, wie wir unsere Kinder im Schulsystem behandeln. Wir wissen es aber besser…..und darum sind wir Barbaren. 95% der Pädagogen, so schreibt er weiter, gehören sofort aus dem Schulsystem entlassen. Ich kann dem nichts hinzufügen.
    Für Alina alles alles Gute und wie es aussieht, werdet ihr wohl länger bleiben? Hoffentlich findet ihr schnell eine Einnahmequelle und eine schöne Bleibe. Unser Enkelkind ist nun 11 und seit dem Gymnasium total frustriert und ängstlich geworden. Ich denke das sie es gar nicht schaffen wird. Wir müssen auch eine Lösung finden.
    Liebe Grüße
    Thomas & Gabi

    • Hallo Thomas und Gabi,
      irgendwie ist uns euer Kommentar durchgerutscht 😉 ……… sorry, deshalb erst jetzt die Antwort.
      Alina geht ja inzwischen schon einige Wochen hier in die Schule – und immer noch gern. Das ist doch wirklich mal ein gutes Zeichen, oder?
      Wie weit seid ihr denn inzwischen mit den Reiseplänen?
      Bei uns sieht es jetzt so aus, dass ich (Ute) mich in zwei Wochen wieder auf den Weg nach Deutschland machen werde und die anderen Zwei bleiben erst einmal hier in Spanien.
      Liebe Grüße
      Ute

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