Ein G fehlt

Ein G fehlt Rauhnächte

Inzwischen wurde Alina von ihrem Vater für einen Weihnachtsurlaub in Deutschland abgeholt. Ist schon komisch, plötzlich nur noch zu zweit zu sein. Aber wir hoffen, sie genießt ihre Zeit bei der Familie und freut sich dann, im Januar wieder bei uns zu sein.

Torrox Stellplatz für 10 Tage

Nach fast 2 Wochen sind wir dann auch aus Torrox aufgebrochen. Irgendwie standen wir auf dem Hinterhof der Weihnachtsmarkthalle richtig gut. Es war zwar nicht der hübscheste Ort, aber wir hatten unsere Ruhe, jede Menge Feuerholz und gute Freunde. Aber langsam war es dann doch Zeit um weiterzureisen.

Almayate Alan, Carmen, Zeenat und Ute in Almayate

Wirklich weit sind wir von Torrox aus nicht gekommen, aber wir standen dann sehr schön auf dem Wohnmobilstellplatz in Almayate. Wir wollten dort 1 – 2 Nächte verbringen bevor wir uns dann langsam in Richtung Tarifa gehen sollte. Ok, daraus wurden dann 4 Nächte und es war toll.

Playa de BoloniaPlaya Bolonia

Wir fuhren dann nicht langsam, sondern ziemlich direkt nach Playa Bolonia – kurz hinter Tarifa. Wir wollten einfach unbedingt dorthin- warum auch immer. Wir fuhren dieses Mal direkt über die – natürlich mautfreie – Autobahn. Trotzdem kamen wir dort erst im Dunkeln an, aber Zeenat fand mit untrüglichem Gespür einen schönen einsamen Parkplatz. Wir konnten zwar nicht allzu viel sehen, aber es war direkt am Wasser.

Als wir am nächsten Morgen erwachten, war es wie im Traum – wunderschön. Zwei Tage standen wir dort allein, danach wollten dann Alan und Carmen zu uns stoßen. Als erstes kam allerdings ein belgisches Wohnmobil um die Ecke – mit Guy und Luna, einem total netten Menschen und seiner kleinen Hündin. Die Zwei hatten wir schon in Almayate kennengelernt. Wir freuten uns riesig, dass auch Guy mit uns Weihnachten verbringen wollte. Später kamen dann auch endlich Carmen und Alan und wir verbrachten einen feuchtfröhlichen Abend.

Unsere Nachtruhe wurde dann allerdings jäh von der Guardia Civil – der spanischen Polizei – unterbrochen. Gegen 1 Uhr wurde an alle Wohnmobile geklopft und sämtliche Papiere verlangt und alles notiert. Nur an mir ging der Kelch irgendwie vorbei; ich habe das Ganze verschlafen und erfuhr erst am nächsten Morgen von der Aktion. Der zuvor genossene Rotwein hatte mir wohl einen guten Schlaf verschafft.

Da es der Tag vor Heiligabend war und wir vorhatten, gemeinsam einen schönen Abend zu verbringen, musste dringend ein neuer Plan her. Und so landeten wir dann am

Playa des los Lances in TarifaTarifa

Hier stehen in einer langen Reihe – auch genannt „Landebahn“ – jede Menge Wohnmobile, hauptsächlich Surfer und Überwinterer. Es ist kein offizieller Stellplatz, aber wird geduldet. Es kann natürlich jederzeit passieren, dass man verscheucht wird, aber warum soll man sich darüber schon vorher einen Kopf machen.

Jedenfalls konnten wir mit inzwischen einer Kolonne von 4 Wohnmobilen wunderbar hintereinanderstehen. Hier verbrachten wir dann also unseren Heiligabend ganz toll mit lecker Essen, gutem Wein und unter lauter lieben Menschen. Es hatte zwar nichts Weihnachtliches, aber das wollten wir auch gar nicht. Der erste Weihnachtstag verlief dann ähnlich – und das alles bei wunderschönstem Wetter.

Wir lernten dann immer mehr Überwinterer kennen, u.a. Herbie, der schon mehrere Jahre die Winter in Spanien verbringt. Seine Geschichten kannst Du auch auf www.herbieontour.de verfolgen.

Es gefiel uns so gut, dass wir gar nicht auf die Idee kamen, weiterzuziehen. Wir feierten hier dann auch gleich Silvester, mit noch mehr netten Menschen, einem Barbecue vom Feinsten, hausgemachter Musik und – supertoll für unsere Hunde – komplett ohne Knallerei.

Heute haben wir schon den 6. Januar, einen der größten Weihnachtsfeiertage in Spanien, und wir sind immer noch in Tarifa. Es fühlt sich hier einfach heimisch an. In einigen Tagen holen wir dann auch Alina wieder vom Flughafen Málaga ab und dann schauen wir mal, wie es bei uns weitergeht.

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